Das mittelalterliche Fest in Montlhéry

Seit
seiner Gründung im Jahr 2017 hat das Partnerschaftsprojekt Montlhéry-Stetten am Kalten Markt stets einen Stand beim Mittelalterfestival Montlhéry präsentiert. Es ist eine Gelegenheit, Montlhéry-Bewohner und andere Besucher mit Würsten und deutschem Bier bekannt zu machen. Traditionell ist bei dieser Veranstaltung eine Delegation von Stette anwesend. In diesem Jahr reisten Jürgen und Ulrike SIEBER zu uns, um unsere Partnerstadt zu vertreten. Bei ihrer Ankunft wurden sie im Rathaus von vier stellvertretenden Bürgermeistern begrüßt: Romuald RICHARD, Karim KAROUI, Céline KIEFFER und Christophe GODON und trafen am nächsten Tag Bürgermeister Jérôme BERTIN an unserem Stand. In diesem Jahr boten wir eine Auswahl von vier Sorten roter oder weißer Würstchen an, die von unseren Kunden sehr geschätzt wurden. Ein weiterer Beweis, falls nötig, dass die Beziehungen zwischen unseren beiden Gemeinden weiterhin gut sind. Ein weiteres schönes Wochenende der Freundschaft zwischen unseren beiden Städten.

Artikel veröffentlicht in Stetten aktuel am 1. Oktober 2026

Besuch zum Mittelaltermarkt in Montlhéry
Europa kann manchmal ganz einfach sein: Man nehme eine kleine Delegation aus Stetten am kalten Markt, eine französische Partnerstadt, einen Mittelaltermarkt – und würze das Ganze mit deutschen Würsten, Pommes, Bier und viel guter Laune. Genau dieses Erfolgsrezept führte eine kleine Delegation aus unserer Gemeinde vom 18. bis 21. September 2026 nach Montlhéry.
Schon die Anreise hatte einen besonderen europäischen Auftakt: In Reims wurde ein kurzer Zwischenstopp eingelegt. Dort wurde die berühmte gotische Kathedrale in der Konrad Adenauer und Charles de Gaulle im Jahr 1962 die Versöhnungsmesse feierten. Nach diesem eindrucksvollen Blick in die Geschichte ging es weiter in Richtung Montlhéry, wo die Stettener Delegation am Freitagabend im Rathaus von den französischen Gastgebern herzlich empfangen wurden.
Beim Mittelaltermarkt zeigte sich dann, dass gelebte Städte Partnerschaft nicht nur durch den Kopf, sondern durchaus auch durch den Magen geht. Am gemeinsam betreuten Partner Schafts stand wurden verschiedene deutsche Würste, Pommes und Bier angeboten.
Der Andrang übertraf alle Erwartungen: Bereits am Sonntagmit tag waren sämtliche Vorräte aufgebraucht – ein schöner Beweis dafür, dass deutsch-französische Freundschaft auch durch den Magen geht.
Am Sonntag besuchte die kleine Delegation die heilige Messe in der sehr alten, frühgotischen und eindrucksvoll renovierten Kirche von Montlhéry. Eine für deutsche Gäste ungewohnte Beobachtung war, dass die Police Municipale im Rahmen der erhöhten Sicherheitsvorkehrungen im erweiterten Großraum Paris, die Zufahrten zur Kirche sicherte. Diese Maßnahme dient der Vorsorge und der Abwehr terroristischer Gefahren. So erinnerte der Gottesdienst neben aller Schönheit des historischen Ortes auch daran, dass ein offenes und friedliches Miteinander in Europa keine Selbstverständlichkeit ist – und gerade deshalb gemeinsam gepflegt und geschützt werden muss.
Mindestens ebenso erfreulich wie der kulinarische Erfolg war das große Interesse der Bürgerinnen und Bürger von Montlhéry an ihrer Partnergemeinde Stetten am kalten Markt. Bei vielen Begegnungen und Gesprächen konnte die Delegation tief in die französische Kultur eintauchen. Natürlich wurde auch über Ähnlichkeiten in der Gemeindepolitik und zahlreiche weitere Themen gesprochen. Sprachliche Unterschiede waren dabei kein Hindernis: Mit Offenheit, Gesten und einem Lächeln lässt sich bekanntlich erstaunlich viel verständlich machen. Die Wurstsorte „Käsekrainer“ war für die Bevölkerung in Montlhéry ein unbekanntes Geschmackserlebnis. Der Name „Eitrige“ für diese Wurst sorgte allerdings für -gelegentliches und humorvolles – Entsetzen.
Der Gemeinderat von Montlhéry ist vollständig neu zusammengesetzt; auch Bürgermeister Jérôme Bertin ist neu im Amt.
Im Auftrag von Bürgermeister Maik Lehn überreicht Jürgen Sieber vom Stettener Partnerschaftsausschuss (rechts) ein kleines Geschenk an Bürgermeister Jérôme Bertin. Er und seine Gemeinderätinnen und Gemeinderäte freuen sich bereits sehr auf den – für sie – ersten Gegenbesuch zum großen Narrentreffen der Bockzunft Ende Januar 2027 in Stetten am kalten Markt. Dann wird sich zeigen, wie gut die französischen Partner mit schwäbisch-alemannischer Fasnet zurechtkommen – für Gastfreundschaft, gute Stimmung und vermutlich auch die eine oder andere kulinarische Entdeckung in Form einer Bockmilch dürfte jedenfalls gesorgt sein. Der Besuch machte einmal mehr deutlich, wie wertvoll Städtepartnerschaften für ein lebendiges Europa sind. Aus offiziellen Begegnungen werden persönliche Gespräche, aus unterschiedlichen Traditionen gemeinsame Erlebnisse und aus vielen kleinen Kontakten echte Freundschaften. Montlhéry und Stetten a.k.M. haben an diesem Wochenende bewiesen: Europa lebt dort am stärksten, wo Menschen miteinander feiern, diskutieren und lachen.
Wer sich für die Freundschaft zwischen Stetten a.k.M. und Montlhéry engagieren, neue Menschen kennenlernen oder sein Französisch aufpolieren möchte – vom charmanten „Bonjour“ bis zum rettenden „Encore une saucisse, s’il vous plaît!“ – ist herzlich willkommen. Interessierte können sich im Rathaus unter Telefon: 07573 / 95 15 31 gerne melden. Weitere Informationen gibt es unter www.montlhery-stetten-akm.eu

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